Liebe Tierfreunde!

„Wasch` mir den Pelz, aber mach` mich nicht nass!“ Unter diesem Motto stehen oftmals die bei uns mehrfach wöchentlich eintreffenden Beobachtungen, Feststellungen und Anzeigen von Tierfreunden über Tierquälereien, Misshandlungen oder Missstände in der Behandlung oder Haltung von Tieren. Diese Meldungen haben meistens eines gemeinsam: Der oder die Melderin bleiben anonym oder wollen der zuständigen Behörde keinesfalls namentlich genannt werden.

Sehr oft fehlen auch der Name und die Anschrift des betreffenden Tierhalters: Man möchte zwar einem Tier helfen, aber kann oder will es nicht selbst tun. Es fehlt sehr oft an Zivilcourage. Ohne diese Angaben ist ein Einschreiten jedoch nicht möglich, da nicht zielführend!  Dazu ist festzustellen, dass der Tierschutzverein in allen Fällen, wo dies möglich ist (z.B. Einhaltung des Tierschutzgesetzes), helfen will, jedoch haben wir als privater Tierschutzverein keine Exekutivgewalt!

Das heißt, unsere Hilfe beschränkt sich auf die umgehende schriftliche Meldung an die dafür zuständige Bezirksbehörde.

In der Stadt Salzburg ist dies die Magistratsabteilung I, das Ordnungsamt. Für die fünf Bezirke des Landes Salzburg sind dies: Die BH Salzburg-Umgebung, die BH Hallein für den Tennengau, BH St. Johann im Pongau, BH Tamsweg für den Lungau und die BH Zell am See für den gesamten Pinzgau.

Es gilt hier genau zu beschreiben: WER, WANN: Datum, WO: Ort, die Art und Weise und die Dauer eines Missstandes bzw. Misshandlung welcher Tiere/Tierart beobachtet oder festgestellt wurden.

Darüber hinaus ist zu betonen, dass die Behörden zur Wahrung des Datenschutzes verpflichtet sind. Wenn Sie als Beobachter oder Zeuge von Tierquälerei Meldung machen wollen, ist das jederzeit bei der Polizei oder der zuständigen BH möglich. Wenn diese Meldung an uns erfolgt, leiten wir diese unverzüglich weiter.

Die Überprüfung der Tierhaltung erfolgt durch den zuständigen Amtstierarzt. Es kann mit einer  Aufklärung, einer Abmahnung und nachfolgender Kontrolle oder in schweren oder Wiederholungsfällen mit behördlicher Abnahme der Tiere vorgegangen werden.

Zivilcourage ist gefragt, liebe Tierfreunde. Wegschauen ändert nichts am Leiden eines Mitgeschöpfes!

Herzlichst
Ihr Dr. Eckehart Ziesel

Liebe Tierfreunde, Mitglieder und Gönner!

 

 Die Haustiere Hund und Katze und ihre lebensnotwendigen Ansprüche:  

„Dieses Tier – Hund oder Katze - erfüllt überhaupt nicht meine Erwartungen, es muss zurück ins Tierheim!“  So eine Meldung, meist telefonisch, ein oder zwei Tage nach Vergabe des Tieres an einen Bewerber, dessen Platz sorgfältig ausgewählt und kontrolliert wurde, ist zwar nicht häufig, erschüttert uns jedoch immer wieder.

 

Der eigene oder der Wunsch der Kinder nach einem Haustier ist oft so stark, dass völlig vergessen wird, welche Grundbedürfnisse ein Haustier hat. Diese Grundbedürfnisse des Tieres den Menschen vor der Vergabe nahezubringen, damit sie die lebenslange Verantwortung für diese Lebewesen übernehmen können, ist eine der wichtigsten Aufgaben, die von uns erfüllt werden müssen. Wenn sich in den Vorgesprächen dann herausstellt, dass diese lebensnotwendigen Ansprüche vom Tierbewerber nicht erfüllt werden, müssen wir im Interesse des zu adoptierenden Tieres auch einmal „NEIN“ sagen. Das zukünftige Wohlbefinden des Tieres steht für uns an erster Stelle, jedenfalls höher als der bloße Wunsch nach einem eigenen Tier!

 

Die elementaren Grundbedürfnisse sind zunächst einmal Geduld und Liebe, Zeit und Regelmäßigkeit und natürlich auch Platz für das meist vierbeinige Familienmitglied, welches von allen Mitbewohnern erwünscht und akzeptiert werden muss!

 

Wenn das ausgewählte Tier ins Haus kommt, ist ihm zunächst alles fremd: Gerüche, Geräusche, Räumlichkeiten, Bodenbeschaffenheiten, die Mitbewohner. Ohrenbetäubende Musik, egal ob Wagner oder Pop und Rock erschrecken zunächst das Haustier ebenso wie der laute Staubsauger, poltern, schreien und springen.  Auch intensiver Tabakrauch, konzentrierte Düfte, Deos oder starke Reinigungs- oder Putzmittel, deren nasse Rückstände auf dem Boden oder in der Wanne Verätzungen an den Nasen und Pfoten verursachen können, sind ihm fremd. Besonders in kleinen Wohnungen, wo das Tier keine Rückzugsmöglichkeit findet, muss man anfangs auf den neuen Mitbewohner Rücksicht nehmen. Häufig tritt nach der Übersiedlung als Folge von Stress Durchfall auf. Das ist zwar lästig, jedoch nicht besorgniserregend, wenn er nach ein oder zwei Tagen wieder verschwunden ist.

 

Eine große Beunruhigung kurz nach dem Einzug des Tieres ins neue Heim stellen auch zahlreich vorgestellte Familienmitglieder, Nachbarn oder Freunde dar. Geben Sie dem Tier ausreichend Zeit, bei Ihnen anzukommen, sich einzugewöhnen und sich wohl zu fühlen. Außerdem darf ein Tier auch zeigen, wenn ihm  jemand nicht sympathisch oder geheuer ist.  Auch hier gilt es, sich in Geduld zu üben - es wird schon werden mit der Akzeptanz…
Anstatt die Wohnung mit neugierigen Freunden und Verwandten zu füllen, könnte man eine erste Begegnung mit dem Hund auf neutralem Gelände wie z.B. eine ruhige Straße, eine Hundewiese, ein großer Platz oder einen Spaziergang an der Salzach wählen, um "Bello" vorzuführen.

Nach einer Woche spätestens zwei, will das Tier nicht wieder weg von Ihnen, und Sie wollen es sicher nicht wieder zurück ins Tierheim bringen!

 

Mit den besten Wünschen an Sie alle,

herzlichst

Ihr Dr. Eckehart Ziesel

Liebe Tierfreunde!

 

Edles Vorhaben oder ungewollte Tierquälerei?! Das ist hier die Frage!
Sommer, Urlaubszeit: Tiere retten!

Als Tierfreund im Urlaub unterwegs trifft man häufig auf Tiere, die uns herrenlos, hungrig und krank, kurzum hilfsbedürftig erscheinen. Mitleid und Erbarmen sind in uns geweckt.
Und genau diese grundsätzlich positiven Gefühle lassen uns unüberlegt spontane Handlungen setzen ohne an die Folgen zu denken.
Was nützt es dem Tier, das aus dem Urlaub mitgebracht, leider jedoch nicht in unseren Alltag passt, da z.B. der Wohnungsvermieter oder die Hausverwaltung keine Tierhaltung dulden? Oder wir als Berufstätige neben dem Broterwerb viel zu wenig Zeit erübrigen können für das gerettete Lebewesen, z.B. einen Hund?  Wenn keine geeignete Unterbringung oder zu wenig Platz sind in der Wohnung für den geretteten Findling? Und auch die finanziellen Mittel für notwendige tierärztliche Behandlungen fehlen, die unter Umständen sehr ins Geld gehen können?
Zu spät wird klar, dass man überfordert ist und nun selbst Hilfe braucht. Allzu oft landen diese, von den Menschen ''geretteten'' Tiere im Tierheim  - so überhaupt dort noch freier Platz verfügbar ist.

Ungeimpfte und kranke Tiere aus den Mittelmeerländern stellen hier ein besonderes Problem dar, weil sie mit ansteckenden Krankheiten den gesamten Bestand eines Tierheims gefährden können.
Daher die große Bitte an Sie alle: Wenn nach reiflicher Überlegung die Voraussetzungen zur artgerechten Tierhaltung in Ihrem zu Hause gegeben sind: Unbedingt vor Ort mit dem Tier einen Veterinär aufsuchen, der das Tier untersucht. Lassen Sie Blut abnehmen zur Feststellung von ansteckenden Krankheiten. Das Ergebnis gibt es oft binnen 24Stunden. Wenn alles in Ordnung ist, das Tier jedenfalls impfen, chippen sowie einen EU-Pass ausstellen lassen, bevor Sie zurück reisen. Dann erst ist Ihr Schützling wirklich gerettet!

 

Einen schönen Sommer
wünscht Ihnen Ihr
Dr. Eckehart Ziesel

Zum 120-jährigen Bestehen des Tierschutzvereins für Stadt und Land Salzburg

 

Lieber Tierfreund,


die Gründung des ersten Tierschutzvereins in Salzburg erfolgte am 30.September 1896 unter seinem Präsidenten Wilhelm Freiherr von Bittersdorf, der sich ebenso wie seine Nachfolger Robert Reuter, E.P.Tratz, Julius Poletti und Bernhard Paumgartner vor allem um geschundene Pferde und Vieh sorgten. Noch in den 50er Jahren des 20.Jahrhunderts nahm sich die stadtbekannte Hundsgräfin der armen herrenlosen Hundekreaturen an.
Nach dem Elend der beiden Weltkriege verhalfen die genannten Männer dem Tierschutzgedanken in der Bevölkerung zum Durchbruch. 1969 gelang die Verwirklichung und Errichtung des ersten Salzburger Tierheimes, das am 1. April 1970 eröffnet wurde. Hans Menzel, ehemaliger Tierarzt und Chefredakteur des Salzburger Volksblattes, ermöglichte diesen Bau durch seinen persönlichen Einsatz und konnte mit öffentlicher Werbung die finanziellen Voraussetzungen schaffen.


Von den vielfältigen Aufgaben des Tierschutzvereines wie Verhinderung von Tierelend und Quälerei, die Aufklärung und Verbreitung des Tierschutzgedankens vor allem bei der Jugend, ist bis heute das wichtigste Anliegen: Herrenlose, ausgesetzte, misshandelte und von ihren Besitzern zurückgelassene Tiere im Tierheim aufzunehmen, liebevoll zu betreuen, tierärztlich zu versorgen und schließlich an neue, tierliebende und verlässliche Besitzer zu vermitteln.


Nach der Novelle des Tierschutzgesetzes von 1999 und dem dreißigjährigen Bestehen samt intensivster Nutzung unseres damals sehr einfachen Gebäudes, wurde es akut notwendig, an einen Neubau zu denken. Mit finanzieller Unterstützung von Stadt und Land Salzburg und durch eigene Mittel wurde dieser nach den neuesten hygienischen und vom Tierschutzgesetz her notwendigen sowie sicherheitstechnisch erforderlichen Richtlinien errichtet und 2002 erfolgte unter reger Anteilnahme der tierliebenden Bevölkerung die Eröffnung unseres neuen Tierheimes.


Auch heute noch betreiben wir das einzige Tierheim in der Stadt Salzburg, das die ständig wachsenden  Aufgaben der Verwahrung und Versorgung, der in Not geratenen Tiere jederzeit wahrnimmt und erfüllt. Seit dem ersten Bestehen des Tierheimes wurden zwischen 40.000 und 50.000 geborgene Tiere aufgenommen, an ihre Halter zurückgegeben oder zum größtenTeil an mit großer Sorgfalt ausgewählte Plätze vergeben.

 

Mit der Bitte und dem Wunsch, dass das Verantwortungsbewusstsein und die Liebe dem Tier gegenüber weiter wachsen mögen, wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie frohe Feiertage und ein glückliches, gesundes Jahr 2017!

 

Herzlichst
Ihr Dr. Eckehart Ziesel

Liebe Mitglieder, liebe Tierfreunde, 

 

Tiere, die bei uns geboren werden, sind wirklich aus dem Tierheim und haben daher keine traumatischen Erfahrungen gemacht.

Diese haben sehr oft ihre trächtigen Mütter erleiden müssen, die ausgesetzt oder zurückgelassen wurden, ehe sie von mitfühlenden Menschen geborgen und ins Tierheim gebracht werden konnten.

Oft kommen Tierinteressenten ins Tierheim oder rufen uns an, ob wir Welpen mit einer bestimmten Rassezugehörigkeit haben, wohl in der Hoffnung, hier billig einen Rassehund zu bekommen.


Wesentlich mehr Menschen suchen uns jedoch auf, um zu schauen, und um für ihre Lebenssituation einen tierischen Gefährten zu finden und zu übernehmen. Manche sagen gar, es kann gerne eine Katze oder auch ein Hund sein, die schwer zu vermitteln oder nicht ganz gesund sind.  
In jedem Jahr gelingen solche, für alle Beteiligten glückliche Vermittlungen:  Ein armer Vierbeiner aus dem Tierheim wird adoptiert.
Und glauben Sie uns, liebe Tierfreunde, diese Glückspilze, die oft schon monate- oder jahrelang darauf warteten, abgeholt zu werden, wissen und spüren das, wenn es in ihrem Leben diese Wendung gibt. Die Freude und Dankbarkeit sind riesengroß!
Auch die neuen Tierbesitzer fühlen sich sehr gut, weil sie einem armen Vierbeiner aus dem Tierheim eine Chance geben, anstatt ein Tier aus einer Zucht zu bestellen und zu kaufen.
Sehr oft bekommen wir nach Jahren noch reizende Fotos von „unseren“ Tieren und dürfen uns lange darüber freuen, mitgeholfen zu haben, dass diese Lebewesen eine zweite Chance erhielten.

 

Ohne Sie, liebe Tierfreunde, die jedes Jahr hunderte Tiere aufnehmen, ja, adoptieren und ihnen ein zu Hause, Sicherheit und Liebe geben, wären unsere Hilfe, alle Bemühungen zur Gesundung der uns anvertrauten, oft verlassenen Tiere eine Einbahn, die im Tierheim enden würde.
Lassen Sie mich wieder einmal DANKE sagen für all` Ihre Hilfe das Jahr über, im Namen der Geschöpfe, die keine Lobby und keine Stimme haben!

 

Einen schönen Frühling wünscht Ihnen herzlichst

 

Ihr Dr. Eckehart Ziesel