Liebe Mitglieder und Tierfreunde!

Weihnachten und Geschenke gehören zusammen, vielleicht sogar Überraschungen?

Ein Lebewesen zu schenken, ist zwar gut gemeint, aber meist nicht gut: Der kleine ausgesuchte Hund oder das Kätzchen unterm Weihnachtsbaum, das verängstigt und verstört sich zu verstecken sucht, vielleicht ein Lackerl oder mehr stressbedingt produziert und in der Folge eventuell den dekorierten Baum zu Sturz bringt bzw. sich nicht mehr bewegen lässt, das gefundene Versteck unter dem Sofa o.ä. wieder zu verlassen, ist definitiv nicht das erwünschte Szenario!

Ein Tier zu schenken - das gilt nicht nur für Weihnachten - bedarf genauer Planung und Überlegung, ob das gewünschte Tier zum jetzigen Zeitpunkt adoptiert werden soll. Ob man dem zu Beschenkenden mit dem zeitlichen Hilfsangebot für Krankheit oder Urlaub, sich um das Tier zu kümmern, eine konkrete Hilfestellung gibt, und damit erst die Haltung für einen alleinstehenden oder älteren Menschen ermöglicht.  
Die mit der Adoption eines Tieres übernommene Verpflichtung und Verantwortung auf Lebenszeit darf keinesfalls außer Acht gelassen werden!
Jeden Menschen kann jederzeit ein Unglück treffen, das ihn außerstande setzt, sich um sein Tier zu kümmern.

Bei rüstigen älteren und alleinstehenden Menschen muss darauf geachtet werden, wer im Fall des Falles einspringen und sich um das Tier kümmern kann, auch unter Bedachtnahme auf die Lebenserwartung des neuen Tieres.
Heutzutage kann eine Katze ein Lebensalter von zwanzig und mehr Jahren erreichen.
Bei Hunden, abhängig von ihrer Rasse und Größe, sind es zwölf bis achtzehn Jahre.

Ein im Tierheim selbst ausgesuchtes Haustier, das z.B. ein Alter von acht bis zwölf Jahren erreicht hat, kann bei guter Pflege noch für viele Jahre ein treuer und dankbarer Begleiter sein!
Der Vorteil für den neuen Halter bei einem älteren Hund ist zum Beispiel, dass der Bewegungsdrang geringer ist als beim jungen Tier, und dass er wahrscheinlich alle Grundkommandos beherrscht und brav an der Leine geht sowie selbstverständlich stubenrein ist.
Die Seniorkatze, vorzugsweise ein Wohnungstiger, deren Bedürfnisse im Unterschied zu ganz jungen Tieren sich in Beschäftigungsritualen, ganz vielen Streicheleinheiten, Kuscheln und Schmusen mit ihr erfüllen, während die wilden Spiele der jungen Kätzchen bei Tag und Nacht eher Unruhe in den gewohnten Lebensrhythmus bringen können, ist ebenfalls ein guter Partner für einen älteren Menschen.  

Insgesamt kann man sagen, dass sich allmählich das verantwortungsvolle Denken gegenüber unseren Haustieren in der Bevölkerung durchsetzt und nur mehr selten im letzten Lebensabschnitt eines Menschen, dieser sich als neuen Mitbewohner unbedingt einen Welpen wünscht.
Der Friede im eigenen Heim und mit unseren Haustieren ist im Alltag den meisten Menschen wichtiger und mehr wert als Geld und Gut.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen friedliche und frohe Feiertage!


Herzlichst
Ihr Dr. Eckehart Ziesel
Präsident des Tierschutzvereines für Stadt und Land Salzburg

 

Liebe Tierfreunde!

Aus gegebenem Anlass müssen wir heute schon wieder von der ebenso leidigen wie unendlichen Geschichte der vorwiegend aus den ehemaligen Ostblockländern (wie Ungarn, Rumänien, Slowakei etc.) illegal importierten Hunde berichten bzw. eindringlich davor warnen, solche Tiere aus dubiosen Quellen zu erwerben.
Da sind es einmal mehr die sogenannten sozialen Netzwerke (wie z.B. facebook) über die - trotz Verbotes - immer wieder zahlreiche Hunde, vor allem Welpen unterschiedlichster Rassen, zum Kauf angeboten werden.

Neben dem Inserat schauen uns allerliebste Hundeaugen aus den beigefügten Fotos an und es geht im Text um Rettung, Aufnahme und Adoption dieser Geschöpfe! Jedoch unterliegt die Einfuhr dieser Tiere - auch aus dem europäischen Raum - strengen Gesetzen und Vorschriften betreffend Tiergesundheit, Impfungen und die Verhinderung des Einschleppens von Seuchen.


Es werden z.B. Hundewelpen im Alter von acht (!!!) Wochen und damit viel zu früh von ihren Müttern getrennt eingeführt, haben natürlich noch keine Tollwutimpfung (erst ab zwölf Wochen möglich), müssen jedoch eine Gesundheitsbescheinigung in ihren Papieren haben, die u.a. die Tollwutimpfung ihrer Mütter vor der Geburt der Welpen gewährleistet. Hier erhebt sich behördlicherseits die Quarantänepflicht. Chippen allein genügt bei weitem nicht!

Bei einem Alter von 12 Wochen müssen die Kleinen tollwutgeimpft sein, allerdings muss ja, um wirksam zu sein, diese Impfung vier vor Wochen vor Einfuhr und Vergabe erfolgt sein. Daher kann der Welpe erst frühestens mit 16 Wochen zu uns ins Land gebracht werden.
Und es braucht für alle Hunde jeglichen Alters für die Einfuhr nach Österreich die erfolgte Chippung, den vollständigen Impfpass sowie die österreichische Einfuhrgenehmigung.


Wir warnen Sie eindringlich davor, sich über private Inserate zum Kauf eines Hundes aus dem Ausland verleiten zu lassen! Gewiefte Händler nehmen teilweise mit den Tieren aus dem Osten den Weg über die Bundesrepublik Deutschland. Diese Hunde werden dann, als aus deutscher Zucht stammend, angeboten.

Fast alle Fundhunde, die bei uns im Tierheim landen und von ihren Besitzern nicht wieder abgeholt werden, sind solche selbst importierten oder über das Internet gekauften Tiere, deren Besitzer einerseits wegen der strengen Vorschriften und andererseits wegen des Verhaltens der Hunde unbekannter Herkunft heillos überfordert waren, und diese daher aussetzten.

Wenn Sie daran denken, einen Hund zu adoptieren, vertrauen Sie den österreichischen Tierheimen. Diese werden ebenso vom Amtstierarzt regelmäßig kontrolliert, wie auch die dort angebotenen Tiere unter Einhaltung aller Vorschriften vom Tierarzt untersucht, behandelt, geimpft und kastriert werden, bevor man sie zur Adoption freigibt.


Wenn es ein Hund einer bestimmten Rasse sein soll, erkundigen Sie sich genau, welche Züchter vertrauenswürdig sind, und wo man vor der Kaufentscheidung die Elterntiere kennenlernen und die Haltung in Augenschein nehmen kann.
Nicht die Rasse sollte entscheidend sein, sondern welchem Hund, groß, klein anspruchsvoll oder nicht, SIE lieber Hundefreund, ein passendes Zuhause, Zeit und Zuneigung geben können.


Alles was Sie für Ihren vierbeinigen Freund tun, bekommen Sie vielfach zurück!

Herzlichst
Ihr

Dr. Eckehart Ziesel


Liebe Mitglieder, Tierfreunde und Spender!

Am Ende dieses Jahres ist es an der Zeit, Ihnen allen im Namen unserer Tiere DANKE zu sagen für alle Ihre Zuwendungen und Spenden dieses vergangenen Jahres!

Ohne Ihre vielen und großherzigen Gaben könnten wir unsere Aufgabe, die Rettung und Verwahrung aller in Not geratenen Tiere bis zur Weitervermittlung an einen Adoptionsplatz für immer, ganz sicher nicht erfüllen.

Über allem Tierleid, das wir lindern konnten, war es wohl die Nachjustierung des Tierschutzgesetzes, das im Frühjahr allgemein für große Aufregung gesorgt hat. Vor allem weil dem explodierenden "Onlinehandel" mit Tieren vom Gesetzgeber ein Riegel vorgeschoben werden musste.
Aus unzähligen „Zuchten“ im In- und Ausland wurden praktisch von jedermann zu jeder Zeit Tiere zum Verkauf angeboten. Viele dieser Tiere, deren Eltern oftmals illegal nach Österreich kamen, wurden ohne jegliche tierärztliche Versorgung, d.h. ohne Impfungen, ohne Chip vermehrt bzw. gezüchtet, um sie möglichst gewinnbringend via "soziale Netzwerke" etc. zum Kauf anzubieten.
Mit dem Verbot des Feilbietens von Haustieren privater Halter wurde einem unglaublichen Missbrauch  der Kreatur ein zunächst wirksamer Riegel vorgeschoben und viel Tierleid verhindert. Schlagartig wurde damit aber auch das Online- Anbieten von Haustieren privater Halter ohne Gewinnabsicht ebenfalls unmöglich gemacht.

Die Möglichkeit, zumeist Einzeltiere aus privater Haltung nicht regelmäßig und nicht mit Gewinnabsicht wieder anbieten zu können, soll noch in diesem Jahr wieder erlaubt werden. Hier sind es für die Abgabe meist private Gründe wie eine zu kleine Wohnung nach Familienzuwachs oder wenn der Halter in eine Pflegeeinrichtung übersiedeln muss.

Auch das Verbot des Feilbietens von Exoten und geschützten Wildtieren auf öffentlichen Plätzen oder über das Internet ist eine wichtige Tierschutzmaßnahme, die der Arterhaltung seltener Tiere dient.

Leider ist es mit dem Tierschutzgesetz so wie mit allen Gesetzen: Ihre Wirksamkeit ist abhängig von der Einhaltung durch den Menschen!  Denken wir nur an die seit 2005 bestehende Kastrationspflicht für Hauskatzen… Seit 2016 auch der Katzen in bäuerlicher Haltung!
In diesem Jahr waren wir im Tierheim wieder mit einer förmlichen Katzenwelpenschwemme konfrontiert. Viele trächtige Kätzinnen, einzelne Welpen ausgesetzt auf Äckern, vor Häusern, in Gärten, in Transportboxen usw.

Den traurigen Höhepunkt bildeten zwei Katzenfamilien mit insgesamt acht kleinen und kleinsten Welpen in einem zugeklebten Karton ausgesetzt zwischen Müllcontainern, und in einer Rettungsaktion von Polizei und Feuerwehr ins Tierheim gebracht.

Nicht alle diese geretteten Tiere haben überlebt. Die Kälte schädigt oft nachhaltig den Verdauungstrakt; Katzenschnupfen gefolgt von Lungenentzündung endet letal. Und alles das, weil die Einhaltung der Kastrationspflicht nicht erfolgte.

Die gesundeten, aufgepäppelten, vielen kleinen Kätzchen und ihre mittlerweile unfruchtbar gemachten Katzenmütter, viele Kaninchen in allen Farben, Meerschweinchen und nicht zuletzt Hunde aus dem Tierheim haben in diesem Jahr sehr gut Plätze bei  liebevollen Adoptiveltern gefunden. Sie bringen Menschen ihr ganzes Tierleben lang Liebe und Zuwendung entgegen - und sind niemals undankbar.

An das Gute im Menschen glauben nur die, die es üben! In diesem Sinne bitten wir Sie, Ihre Tierliebe und Ihr Mitgefühl für die Kreatur weiter zu tragen.

 

Frohe und friedvolle Festtage
wünscht Ihnen herzlichst
Ihr
Dr. Eckehart Ziesel

Liebe Tierfreunde und Gönner des Tierschutzvereines!

Leider haben in letzter Zeit unserer Arbeit und dem Tierheim nicht wohlmeinende Personen begonnen, über Facebook und andere Medien Unwahrheiten und haltlose Vorwürfe zu verbreiten, insbesondere über unsere Vergabemodalitäten und die Tierheimarbeit. Man greift sogar auf Zeiten vor der Funktionsperiode des derzeitigen Vorstandes (ab 2011) zurück.
Meistens handelt es sich um Personen, die noch nie das Heim besucht haben. Wieso das geschieht, kann man eigentlich nicht verstehen, weil solche Vorgangsweisen in erster Linie den in Not geratenen Tieren schaden.
Ich möchte Ihnen daher beispielhaft für das vergangene Jahr 2017 die Anzahl der während dieses Jahres aufgenommenen Tiere (gefunden, ausgesetzt, entlaufen, beschlagnahmt) und im gleichen Zeitraum vermittelten und abgegebenen Tiere (an Plätze vermittelt, dem Eigentümer zurückgegeben) bekanntgeben.


Insgesamt wurden zu unserem Bestand im Jahr 2017 folgende Tiere in unserem Tierheim aufgenommen:

Gesamtzahl 454: davon Fundtiere 224,  Verzichtstiere 52, Behördentiere 11, Pensionstiere 85
Wildtiere: 82
Vermittelte Tiere: 183 : davon Fundtiere  123, Verzichtstiere 44, Behördentiere 5, Pensionstiere 11
Von den entlaufenen Tieren konnten 172 Tiere ihren Besitzern zurückgegeben werden.
Die Wildtiere wurden zur Gänze – die Igel nach der Winterruhe-  ausgewildert.


Viele alte und kranke Tiere konnten in Heimpflege vergeben werden, wobei der Tierschutzverein alle Tierarzt- und Medikamentenkosten weiterhin übernimmt.

 

Auch in den Vorjahren waren die angeführten Zahlen ähnlich umfangreich. Voraussetzung für die Vergabe eines Tieres an einen guten Platz ist nach wie vor eine eingehende Überprüfung des gesamten Umfeldes (Halteerlaubnis, Größe des Platzangebotes, Familiensituation), wobei die Überprüfung nicht immer auf Verständnis bei den Bewerbern trifft, insbesondere wenn die Vergabe eines Tieres auf Grund einer nicht passenden Gesamtsituation guten Gewissens nicht verantwortet werden kann. Priorität hat immer das Wohlbefinden des Tieres, nicht der unbedingte, oft unüberlegte und kaum realisierbare Wunsch eines Bewerbers, unter allen Umständen ein bestimmtes Tier haben zu wollen. Eine solche Ablehnung führt, wenn sie nicht akzeptiert wird, oft zu Drohungen mit der Presse oder einflussreichen Personen. Wir sind aber keinesfalls bereit, solchen Druckmitteln nachzugeben, wenn die Voraussetzungen für die Vergabe des Tieres nicht stimmen.
Leider kommt es auch manchmal vor, dass trotz eines günstig erscheinenden Platzes die Vorstellungen und Wünsche der Tierbesitzer im Nachhinein nicht erfüllt werden, z.B. ist die Katze nicht sauber, nicht genügend aktiv, der Hund bellt zu viel oder das Tier kommt mit den Kindern nicht zurecht. Solche Umstände sind bei der Vergabe nicht immer vorhersehbar, weshalb in seltenen Fällen das Tier bedauerlicherweise zurückgenommen und neuerlich ein anderer Platz mit besserem Tierverständnis eines neuen Bewerbers gefunden werden muss.
Sie können versichert sein, dass wir weiterhin das Wohl der Tiere im Auge behalten und gemeinsam mit Ihnen, liebe Tierfreunde, unermüdlich unsere Tierschutzarbeit im Tierheim fortsetzen.

Herzlichst Ihr Dr.Eckehart Ziesel

Liebe Tierfreunde!

„Wasch` mir den Pelz, aber mach` mich nicht nass!“ Unter diesem Motto stehen oftmals die bei uns mehrfach wöchentlich eintreffenden Beobachtungen, Feststellungen und Anzeigen von Tierfreunden über Tierquälereien, Misshandlungen oder Missstände in der Behandlung oder Haltung von Tieren. Diese Meldungen haben meistens eines gemeinsam: Der oder die Melderin bleiben anonym oder wollen der zuständigen Behörde keinesfalls namentlich genannt werden.

Sehr oft fehlen auch der Name und die Anschrift des betreffenden Tierhalters: Man möchte zwar einem Tier helfen, aber kann oder will es nicht selbst tun. Es fehlt sehr oft an Zivilcourage. Ohne diese Angaben ist ein Einschreiten jedoch nicht möglich, da nicht zielführend!  Dazu ist festzustellen, dass der Tierschutzverein in allen Fällen, wo dies möglich ist (z.B. Einhaltung des Tierschutzgesetzes), helfen will, jedoch haben wir als privater Tierschutzverein keine Exekutivgewalt!

Das heißt, unsere Hilfe beschränkt sich auf die umgehende schriftliche Meldung an die dafür zuständige Bezirksbehörde.

In der Stadt Salzburg ist dies die Magistratsabteilung I, das Ordnungsamt. Für die fünf Bezirke des Landes Salzburg sind dies: Die BH Salzburg-Umgebung, die BH Hallein für den Tennengau, BH St. Johann im Pongau, BH Tamsweg für den Lungau und die BH Zell am See für den gesamten Pinzgau.

Es gilt hier genau zu beschreiben: WER, WANN: Datum, WO: Ort, die Art und Weise und die Dauer eines Missstandes bzw. Misshandlung welcher Tiere/Tierart beobachtet oder festgestellt wurden.

Darüber hinaus ist zu betonen, dass die Behörden zur Wahrung des Datenschutzes verpflichtet sind. Wenn Sie als Beobachter oder Zeuge von Tierquälerei Meldung machen wollen, ist das jederzeit bei der Polizei oder der zuständigen BH möglich. Wenn diese Meldung an uns erfolgt, leiten wir diese unverzüglich weiter.

Die Überprüfung der Tierhaltung erfolgt durch den zuständigen Amtstierarzt. Es kann mit einer  Aufklärung, einer Abmahnung und nachfolgender Kontrolle oder in schweren oder Wiederholungsfällen mit behördlicher Abnahme der Tiere vorgegangen werden.

Zivilcourage ist gefragt, liebe Tierfreunde. Wegschauen ändert nichts am Leiden eines Mitgeschöpfes!

Herzlichst
Ihr Dr. Eckehart Ziesel