Liebe Mitglieder, Tierfreunde und Spender!

Am Ende dieses Jahres ist es an der Zeit, Ihnen allen im Namen unserer Tiere DANKE zu sagen für alle Ihre Zuwendungen und Spenden dieses vergangenen Jahres!

Ohne Ihre vielen und großherzigen Gaben könnten wir unsere Aufgabe, die Rettung und Verwahrung aller in Not geratenen Tiere bis zur Weitervermittlung an einen Adoptionsplatz für immer, ganz sicher nicht erfüllen.

Über allem Tierleid, das wir lindern konnten, war es wohl die Nachjustierung des Tierschutzgesetzes, das im Frühjahr allgemein für große Aufregung gesorgt hat. Vor allem weil dem explodierenden "Onlinehandel" mit Tieren vom Gesetzgeber ein Riegel vorgeschoben werden musste.
Aus unzähligen „Zuchten“ im In- und Ausland wurden praktisch von jedermann zu jeder Zeit Tiere zum Verkauf angeboten. Viele dieser Tiere, deren Eltern oftmals illegal nach Österreich kamen, wurden ohne jegliche tierärztliche Versorgung, d.h. ohne Impfungen, ohne Chip vermehrt bzw. gezüchtet, um sie möglichst gewinnbringend via "soziale Netzwerke" etc. zum Kauf anzubieten.
Mit dem Verbot des Feilbietens von Haustieren privater Halter wurde einem unglaublichen Missbrauch  der Kreatur ein zunächst wirksamer Riegel vorgeschoben und viel Tierleid verhindert. Schlagartig wurde damit aber auch das Online- Anbieten von Haustieren privater Halter ohne Gewinnabsicht ebenfalls unmöglich gemacht.

Die Möglichkeit, zumeist Einzeltiere aus privater Haltung nicht regelmäßig und nicht mit Gewinnabsicht wieder anbieten zu können, soll noch in diesem Jahr wieder erlaubt werden. Hier sind es für die Abgabe meist private Gründe wie eine zu kleine Wohnung nach Familienzuwachs oder wenn der Halter in eine Pflegeeinrichtung übersiedeln muss.

Auch das Verbot des Feilbietens von Exoten und geschützten Wildtieren auf öffentlichen Plätzen oder über das Internet ist eine wichtige Tierschutzmaßnahme, die der Arterhaltung seltener Tiere dient.

Leider ist es mit dem Tierschutzgesetz so wie mit allen Gesetzen: Ihre Wirksamkeit ist abhängig von der Einhaltung durch den Menschen!  Denken wir nur an die seit 2005 bestehende Kastrationspflicht für Hauskatzen… Seit 2016 auch der Katzen in bäuerlicher Haltung!
In diesem Jahr waren wir im Tierheim wieder mit einer förmlichen Katzenwelpenschwemme konfrontiert. Viele trächtige Kätzinnen, einzelne Welpen ausgesetzt auf Äckern, vor Häusern, in Gärten, in Transportboxen usw.

Den traurigen Höhepunkt bildeten zwei Katzenfamilien mit insgesamt acht kleinen und kleinsten Welpen in einem zugeklebten Karton ausgesetzt zwischen Müllcontainern, und in einer Rettungsaktion von Polizei und Feuerwehr ins Tierheim gebracht.

Nicht alle diese geretteten Tiere haben überlebt. Die Kälte schädigt oft nachhaltig den Verdauungstrakt; Katzenschnupfen gefolgt von Lungenentzündung endet letal. Und alles das, weil die Einhaltung der Kastrationspflicht nicht erfolgte.

Die gesundeten, aufgepäppelten, vielen kleinen Kätzchen und ihre mittlerweile unfruchtbar gemachten Katzenmütter, viele Kaninchen in allen Farben, Meerschweinchen und nicht zuletzt Hunde aus dem Tierheim haben in diesem Jahr sehr gut Plätze bei  liebevollen Adoptiveltern gefunden. Sie bringen Menschen ihr ganzes Tierleben lang Liebe und Zuwendung entgegen - und sind niemals undankbar.

An das Gute im Menschen glauben nur die, die es üben! In diesem Sinne bitten wir Sie, Ihre Tierliebe und Ihr Mitgefühl für die Kreatur weiter zu tragen.

 

Frohe und friedvolle Festtage
wünscht Ihnen herzlichst
Ihr
Dr. Eckehart Ziesel

Liebe Tierfreunde!

„Wasch` mir den Pelz, aber mach` mich nicht nass!“ Unter diesem Motto stehen oftmals die bei uns mehrfach wöchentlich eintreffenden Beobachtungen, Feststellungen und Anzeigen von Tierfreunden über Tierquälereien, Misshandlungen oder Missstände in der Behandlung oder Haltung von Tieren. Diese Meldungen haben meistens eines gemeinsam: Der oder die Melderin bleiben anonym oder wollen der zuständigen Behörde keinesfalls namentlich genannt werden.

Sehr oft fehlen auch der Name und die Anschrift des betreffenden Tierhalters: Man möchte zwar einem Tier helfen, aber kann oder will es nicht selbst tun. Es fehlt sehr oft an Zivilcourage. Ohne diese Angaben ist ein Einschreiten jedoch nicht möglich, da nicht zielführend!  Dazu ist festzustellen, dass der Tierschutzverein in allen Fällen, wo dies möglich ist (z.B. Einhaltung des Tierschutzgesetzes), helfen will, jedoch haben wir als privater Tierschutzverein keine Exekutivgewalt!

Das heißt, unsere Hilfe beschränkt sich auf die umgehende schriftliche Meldung an die dafür zuständige Bezirksbehörde.

In der Stadt Salzburg ist dies die Magistratsabteilung I, das Ordnungsamt. Für die fünf Bezirke des Landes Salzburg sind dies: Die BH Salzburg-Umgebung, die BH Hallein für den Tennengau, BH St. Johann im Pongau, BH Tamsweg für den Lungau und die BH Zell am See für den gesamten Pinzgau.

Es gilt hier genau zu beschreiben: WER, WANN: Datum, WO: Ort, die Art und Weise und die Dauer eines Missstandes bzw. Misshandlung welcher Tiere/Tierart beobachtet oder festgestellt wurden.

Darüber hinaus ist zu betonen, dass die Behörden zur Wahrung des Datenschutzes verpflichtet sind. Wenn Sie als Beobachter oder Zeuge von Tierquälerei Meldung machen wollen, ist das jederzeit bei der Polizei oder der zuständigen BH möglich. Wenn diese Meldung an uns erfolgt, leiten wir diese unverzüglich weiter.

Die Überprüfung der Tierhaltung erfolgt durch den zuständigen Amtstierarzt. Es kann mit einer  Aufklärung, einer Abmahnung und nachfolgender Kontrolle oder in schweren oder Wiederholungsfällen mit behördlicher Abnahme der Tiere vorgegangen werden.

Zivilcourage ist gefragt, liebe Tierfreunde. Wegschauen ändert nichts am Leiden eines Mitgeschöpfes!

Herzlichst
Ihr Dr. Eckehart Ziesel

Zum 120-jährigen Bestehen des Tierschutzvereins für Stadt und Land Salzburg

 

Lieber Tierfreund,


die Gründung des ersten Tierschutzvereins in Salzburg erfolgte am 30.September 1896 unter seinem Präsidenten Wilhelm Freiherr von Bittersdorf, der sich ebenso wie seine Nachfolger Robert Reuter, E.P.Tratz, Julius Poletti und Bernhard Paumgartner vor allem um geschundene Pferde und Vieh sorgten. Noch in den 50er Jahren des 20.Jahrhunderts nahm sich die stadtbekannte Hundsgräfin der armen herrenlosen Hundekreaturen an.
Nach dem Elend der beiden Weltkriege verhalfen die genannten Männer dem Tierschutzgedanken in der Bevölkerung zum Durchbruch. 1969 gelang die Verwirklichung und Errichtung des ersten Salzburger Tierheimes, das am 1. April 1970 eröffnet wurde. Hans Menzel, ehemaliger Tierarzt und Chefredakteur des Salzburger Volksblattes, ermöglichte diesen Bau durch seinen persönlichen Einsatz und konnte mit öffentlicher Werbung die finanziellen Voraussetzungen schaffen.


Von den vielfältigen Aufgaben des Tierschutzvereines wie Verhinderung von Tierelend und Quälerei, die Aufklärung und Verbreitung des Tierschutzgedankens vor allem bei der Jugend, ist bis heute das wichtigste Anliegen: Herrenlose, ausgesetzte, misshandelte und von ihren Besitzern zurückgelassene Tiere im Tierheim aufzunehmen, liebevoll zu betreuen, tierärztlich zu versorgen und schließlich an neue, tierliebende und verlässliche Besitzer zu vermitteln.


Nach der Novelle des Tierschutzgesetzes von 1999 und dem dreißigjährigen Bestehen samt intensivster Nutzung unseres damals sehr einfachen Gebäudes, wurde es akut notwendig, an einen Neubau zu denken. Mit finanzieller Unterstützung von Stadt und Land Salzburg und durch eigene Mittel wurde dieser nach den neuesten hygienischen und vom Tierschutzgesetz her notwendigen sowie sicherheitstechnisch erforderlichen Richtlinien errichtet und 2002 erfolgte unter reger Anteilnahme der tierliebenden Bevölkerung die Eröffnung unseres neuen Tierheimes.


Auch heute noch betreiben wir das einzige Tierheim in der Stadt Salzburg, das die ständig wachsenden  Aufgaben der Verwahrung und Versorgung, der in Not geratenen Tiere jederzeit wahrnimmt und erfüllt. Seit dem ersten Bestehen des Tierheimes wurden zwischen 40.000 und 50.000 geborgene Tiere aufgenommen, an ihre Halter zurückgegeben oder zum größtenTeil an mit großer Sorgfalt ausgewählte Plätze vergeben.

 

Mit der Bitte und dem Wunsch, dass das Verantwortungsbewusstsein und die Liebe dem Tier gegenüber weiter wachsen mögen, wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie frohe Feiertage und ein glückliches, gesundes Jahr 2017!

 

Herzlichst
Ihr Dr. Eckehart Ziesel

Liebe Tierfreunde, Mitglieder und Gönner!

 

 Die Haustiere Hund und Katze und ihre lebensnotwendigen Ansprüche:  

„Dieses Tier – Hund oder Katze - erfüllt überhaupt nicht meine Erwartungen, es muss zurück ins Tierheim!“  So eine Meldung, meist telefonisch, ein oder zwei Tage nach Vergabe des Tieres an einen Bewerber, dessen Platz sorgfältig ausgewählt und kontrolliert wurde, ist zwar nicht häufig, erschüttert uns jedoch immer wieder.

 

Der eigene oder der Wunsch der Kinder nach einem Haustier ist oft so stark, dass völlig vergessen wird, welche Grundbedürfnisse ein Haustier hat. Diese Grundbedürfnisse des Tieres den Menschen vor der Vergabe nahezubringen, damit sie die lebenslange Verantwortung für diese Lebewesen übernehmen können, ist eine der wichtigsten Aufgaben, die von uns erfüllt werden müssen. Wenn sich in den Vorgesprächen dann herausstellt, dass diese lebensnotwendigen Ansprüche vom Tierbewerber nicht erfüllt werden, müssen wir im Interesse des zu adoptierenden Tieres auch einmal „NEIN“ sagen. Das zukünftige Wohlbefinden des Tieres steht für uns an erster Stelle, jedenfalls höher als der bloße Wunsch nach einem eigenen Tier!

 

Die elementaren Grundbedürfnisse sind zunächst einmal Geduld und Liebe, Zeit und Regelmäßigkeit und natürlich auch Platz für das meist vierbeinige Familienmitglied, welches von allen Mitbewohnern erwünscht und akzeptiert werden muss!

 

Wenn das ausgewählte Tier ins Haus kommt, ist ihm zunächst alles fremd: Gerüche, Geräusche, Räumlichkeiten, Bodenbeschaffenheiten, die Mitbewohner. Ohrenbetäubende Musik, egal ob Wagner oder Pop und Rock erschrecken zunächst das Haustier ebenso wie der laute Staubsauger, poltern, schreien und springen.  Auch intensiver Tabakrauch, konzentrierte Düfte, Deos oder starke Reinigungs- oder Putzmittel, deren nasse Rückstände auf dem Boden oder in der Wanne Verätzungen an den Nasen und Pfoten verursachen können, sind ihm fremd. Besonders in kleinen Wohnungen, wo das Tier keine Rückzugsmöglichkeit findet, muss man anfangs auf den neuen Mitbewohner Rücksicht nehmen. Häufig tritt nach der Übersiedlung als Folge von Stress Durchfall auf. Das ist zwar lästig, jedoch nicht besorgniserregend, wenn er nach ein oder zwei Tagen wieder verschwunden ist.

 

Eine große Beunruhigung kurz nach dem Einzug des Tieres ins neue Heim stellen auch zahlreich vorgestellte Familienmitglieder, Nachbarn oder Freunde dar. Geben Sie dem Tier ausreichend Zeit, bei Ihnen anzukommen, sich einzugewöhnen und sich wohl zu fühlen. Außerdem darf ein Tier auch zeigen, wenn ihm  jemand nicht sympathisch oder geheuer ist.  Auch hier gilt es, sich in Geduld zu üben - es wird schon werden mit der Akzeptanz…
Anstatt die Wohnung mit neugierigen Freunden und Verwandten zu füllen, könnte man eine erste Begegnung mit dem Hund auf neutralem Gelände wie z.B. eine ruhige Straße, eine Hundewiese, ein großer Platz oder einen Spaziergang an der Salzach wählen, um "Bello" vorzuführen.

Nach einer Woche spätestens zwei, will das Tier nicht wieder weg von Ihnen, und Sie wollen es sicher nicht wieder zurück ins Tierheim bringen!

 

Mit den besten Wünschen an Sie alle,

herzlichst

Ihr Dr. Eckehart Ziesel

Liebe Tierfreunde!

 

Edles Vorhaben oder ungewollte Tierquälerei?! Das ist hier die Frage!
Sommer, Urlaubszeit: Tiere retten!

Als Tierfreund im Urlaub unterwegs trifft man häufig auf Tiere, die uns herrenlos, hungrig und krank, kurzum hilfsbedürftig erscheinen. Mitleid und Erbarmen sind in uns geweckt.
Und genau diese grundsätzlich positiven Gefühle lassen uns unüberlegt spontane Handlungen setzen ohne an die Folgen zu denken.
Was nützt es dem Tier, das aus dem Urlaub mitgebracht, leider jedoch nicht in unseren Alltag passt, da z.B. der Wohnungsvermieter oder die Hausverwaltung keine Tierhaltung dulden? Oder wir als Berufstätige neben dem Broterwerb viel zu wenig Zeit erübrigen können für das gerettete Lebewesen, z.B. einen Hund?  Wenn keine geeignete Unterbringung oder zu wenig Platz sind in der Wohnung für den geretteten Findling? Und auch die finanziellen Mittel für notwendige tierärztliche Behandlungen fehlen, die unter Umständen sehr ins Geld gehen können?
Zu spät wird klar, dass man überfordert ist und nun selbst Hilfe braucht. Allzu oft landen diese, von den Menschen ''geretteten'' Tiere im Tierheim  - so überhaupt dort noch freier Platz verfügbar ist.

Ungeimpfte und kranke Tiere aus den Mittelmeerländern stellen hier ein besonderes Problem dar, weil sie mit ansteckenden Krankheiten den gesamten Bestand eines Tierheims gefährden können.
Daher die große Bitte an Sie alle: Wenn nach reiflicher Überlegung die Voraussetzungen zur artgerechten Tierhaltung in Ihrem zu Hause gegeben sind: Unbedingt vor Ort mit dem Tier einen Veterinär aufsuchen, der das Tier untersucht. Lassen Sie Blut abnehmen zur Feststellung von ansteckenden Krankheiten. Das Ergebnis gibt es oft binnen 24Stunden. Wenn alles in Ordnung ist, das Tier jedenfalls impfen, chippen sowie einen EU-Pass ausstellen lassen, bevor Sie zurück reisen. Dann erst ist Ihr Schützling wirklich gerettet!

 

Einen schönen Sommer
wünscht Ihnen Ihr
Dr. Eckehart Ziesel