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- Aktuelle Ausgabe -

Ausgabe 02/2018

Liebe Tierfreunde!

Aus gegebenem Anlass müssen wir heute schon wieder von der ebenso leidigen wie unendlichen Geschichte der vorwiegend aus den ehemaligen Ostblockländern (wie Ungarn, Rumänien, Slowakei etc.) illegal importierten Hunde berichten bzw. eindringlich davor warnen, solche Tiere aus dubiosen Quellen zu erwerben.
Da sind es einmal mehr die sogenannten sozialen Netzwerke (wie z.B. facebook) über die - trotz Verbotes - immer wieder zahlreiche Hunde, vor allem Welpen unterschiedlichster Rassen, zum Kauf angeboten werden.

Neben dem Inserat schauen uns allerliebste Hundeaugen aus den beigefügten Fotos an und es geht im Text um Rettung, Aufnahme und Adoption dieser Geschöpfe! Jedoch unterliegt die Einfuhr dieser Tiere - auch aus dem europäischen Raum - strengen Gesetzen und Vorschriften betreffend Tiergesundheit, Impfungen und die Verhinderung des Einschleppens von Seuchen.


Es werden z.B. Hundewelpen im Alter von acht (!!!) Wochen und damit viel zu früh von ihren Müttern getrennt eingeführt, haben natürlich noch keine Tollwutimpfung (erst ab zwölf Wochen möglich), müssen jedoch eine Gesundheitsbescheinigung in ihren Papieren haben, die u.a. die Tollwutimpfung ihrer Mütter vor der Geburt der Welpen gewährleistet. Hier erhebt sich behördlicherseits die Quarantänepflicht. Chippen allein genügt bei weitem nicht!

Bei einem Alter von 12 Wochen müssen die Kleinen tollwutgeimpft sein, allerdings muss ja, um wirksam zu sein, diese Impfung vier vor Wochen vor Einfuhr und Vergabe erfolgt sein. Daher kann der Welpe erst frühestens mit 16 Wochen zu uns ins Land gebracht werden.
Und es braucht für alle Hunde jeglichen Alters für die Einfuhr nach Österreich die erfolgte Chippung, den vollständigen Impfpass sowie die österreichische Einfuhrgenehmigung.


Wir warnen Sie eindringlich davor, sich über private Inserate zum Kauf eines Hundes aus dem Ausland verleiten zu lassen! Gewiefte Händler nehmen teilweise mit den Tieren aus dem Osten den Weg über die Bundesrepublik Deutschland. Diese Hunde werden dann, als aus deutscher Zucht stammend, angeboten.

Fast alle Fundhunde, die bei uns im Tierheim landen und von ihren Besitzern nicht wieder abgeholt werden, sind solche selbst importierten oder über das Internet gekauften Tiere, deren Besitzer einerseits wegen der strengen Vorschriften und andererseits wegen des Verhaltens der Hunde unbekannter Herkunft heillos überfordert waren, und diese daher aussetzten.

Wenn Sie daran denken, einen Hund zu adoptieren, vertrauen Sie den österreichischen Tierheimen. Diese werden ebenso vom Amtstierarzt regelmäßig kontrolliert, wie auch die dort angebotenen Tiere unter Einhaltung aller Vorschriften vom Tierarzt untersucht, behandelt, geimpft und kastriert werden, bevor man sie zur Adoption freigibt.


Wenn es ein Hund einer bestimmten Rasse sein soll, erkundigen Sie sich genau, welche Züchter vertrauenswürdig sind, und wo man vor der Kaufentscheidung die Elterntiere kennenlernen und die Haltung in Augenschein nehmen kann.
Nicht die Rasse sollte entscheidend sein, sondern welchem Hund, groß, klein anspruchsvoll oder nicht, SIE lieber Hundefreund, ein passendes Zuhause, Zeit und Zuneigung geben können.


Alles was Sie für Ihren vierbeinigen Freund tun, bekommen Sie vielfach zurück!

Herzlichst
Ihr

Dr. Eckehart Ziesel