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- Aktuelle Ausgabe -

Ausgabe 03/2017


Liebe Mitglieder, Tierfreunde und Spender!

Am Ende dieses Jahres ist es an der Zeit, Ihnen allen im Namen unserer Tiere DANKE zu sagen für alle Ihre Zuwendungen und Spenden dieses vergangenen Jahres!

Ohne Ihre vielen und großherzigen Gaben könnten wir unsere Aufgabe, die Rettung und Verwahrung aller in Not geratenen Tiere bis zur Weitervermittlung an einen Adoptionsplatz für immer, ganz sicher nicht erfüllen.

Über allem Tierleid, das wir lindern konnten, war es wohl die Nachjustierung des Tierschutzgesetzes, das im Frühjahr allgemein für große Aufregung gesorgt hat. Vor allem weil dem explodierenden "Onlinehandel" mit Tieren vom Gesetzgeber ein Riegel vorgeschoben werden musste.
Aus unzähligen „Zuchten“ im In- und Ausland wurden praktisch von jedermann zu jeder Zeit Tiere zum Verkauf angeboten. Viele dieser Tiere, deren Eltern oftmals illegal nach Österreich kamen, wurden ohne jegliche tierärztliche Versorgung, d.h. ohne Impfungen, ohne Chip vermehrt bzw. gezüchtet, um sie möglichst gewinnbringend via "soziale Netzwerke" etc. zum Kauf anzubieten.
Mit dem Verbot des Feilbietens von Haustieren privater Halter wurde einem unglaublichen Missbrauch  der Kreatur ein zunächst wirksamer Riegel vorgeschoben und viel Tierleid verhindert. Schlagartig wurde damit aber auch das Online- Anbieten von Haustieren privater Halter ohne Gewinnabsicht ebenfalls unmöglich gemacht.

Die Möglichkeit, zumeist Einzeltiere aus privater Haltung nicht regelmäßig und nicht mit Gewinnabsicht wieder anbieten zu können, soll noch in diesem Jahr wieder erlaubt werden. Hier sind es für die Abgabe meist private Gründe wie eine zu kleine Wohnung nach Familienzuwachs oder wenn der Halter in eine Pflegeeinrichtung übersiedeln muss.

Auch das Verbot des Feilbietens von Exoten und geschützten Wildtieren auf öffentlichen Plätzen oder über das Internet ist eine wichtige Tierschutzmaßnahme, die der Arterhaltung seltener Tiere dient.

Leider ist es mit dem Tierschutzgesetz so wie mit allen Gesetzen: Ihre Wirksamkeit ist abhängig von der Einhaltung durch den Menschen!  Denken wir nur an die seit 2005 bestehende Kastrationspflicht für Hauskatzen… Seit 2016 auch der Katzen in bäuerlicher Haltung!
In diesem Jahr waren wir im Tierheim wieder mit einer förmlichen Katzenwelpenschwemme konfrontiert. Viele trächtige Kätzinnen, einzelne Welpen ausgesetzt auf Äckern, vor Häusern, in Gärten, in Transportboxen usw.

Den traurigen Höhepunkt bildeten zwei Katzenfamilien mit insgesamt acht kleinen und kleinsten Welpen in einem zugeklebten Karton ausgesetzt zwischen Müllcontainern, und in einer Rettungsaktion von Polizei und Feuerwehr ins Tierheim gebracht.

Nicht alle diese geretteten Tiere haben überlebt. Die Kälte schädigt oft nachhaltig den Verdauungstrakt; Katzenschnupfen gefolgt von Lungenentzündung endet letal. Und alles das, weil die Einhaltung der Kastrationspflicht nicht erfolgte.

Die gesundeten, aufgepäppelten, vielen kleinen Kätzchen und ihre mittlerweile unfruchtbar gemachten Katzenmütter, viele Kaninchen in allen Farben, Meerschweinchen und nicht zuletzt Hunde aus dem Tierheim haben in diesem Jahr sehr gut Plätze bei  liebevollen Adoptiveltern gefunden. Sie bringen Menschen ihr ganzes Tierleben lang Liebe und Zuwendung entgegen - und sind niemals undankbar.

An das Gute im Menschen glauben nur die, die es üben! In diesem Sinne bitten wir Sie, Ihre Tierliebe und Ihr Mitgefühl für die Kreatur weiter zu tragen.

 

Frohe und friedvolle Festtage
wünscht Ihnen herzlichst
Ihr
Dr. Eckehart Ziesel