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| Tierschutzbrief Ausgabe 02/2007 |

Lautloser Tod.....

Der Mensch hat in den letzten Jahrzehnten so viele Fischarten an den Rand des Aussterbens gebracht, dass wir kurz vor dem Ende der kommerziellen Fischerei stehen. Denn eines der verheerendsten Gemetzel auf diese Erde spielt sich, unbemerkt von uns allen, in den Tiefen der Weltmeere ab.

Nach Aussage eines Berichtes der Welternährungsorganisation FAO über die Auswirkungen der globalen Fischerei wird festgestellt, dass der Mensch, eines kurzfristigen Gewinnes halber, eine seiner wichtigsten Ernährungsquellen dauerhaft zerstört.

Denn meist gehen große Teile des Fangs tot wieder über Bord, weil eine fragwürdige Quotenregelung diverser Arten schon erfüllt ist. Mit kilometerlangen, stählernen Riesennetzen werden förmlich Schneisen des Verderbens in den Boden der Tiefsee, der sich dann Jahrhunderte lang davon nicht mehr erholen kann, gepflügt. Was dabei verschont wird, stirbt dann oft in achtlos zurückgelassenen `Geisternetzen`, wie zum Beispiel viele Arten langsam wachsender Bodenfische.

In Aquakulturen herangezüchtete Fische werden mit, von weit herbeigeholtem Fischmehl aus den Weltmeeren gefüttert.

Abgeholzte Mangrovenwälder und diverse Gifte zerstören zudem die Laichgründe der Fische. Artenreiche Korallenriffe bleichen aus und damit geht eine weitere Brutstätte für viele Meeresfische verloren.

Diese welt- und lebensverachtende Vorgehensweise wird von der internationalen Fischereilobby betrieben, der sich viele Politiker der jeweiligen Länder beugen. Die von Experten empfohlenen Quoten werden ignoriert und so wird weiter, mit der zum Beispiel vernichtenden Schleppnetzfischerei, alles zermalmt, was am Meeresboden lebt.

Die von verschiedenen Umweltschutzorganisationen ausgegebene Empfehlung für 40% der Weltmeere ein Fischfangverbot aufzustellen, bleibt ungehört. Die weitere Forderung, vor allem Laichplätze und Wanderrouten der Fische völlig unter Schutz zu stellen, ebenso.

"Wenn die Artenvielfalt der Meere weiterhin so stark dezimiert wird wie bisher, könnte die gesamte Hochseefischerei bereits Mitte des Jahrhunderts zusammenbrechen", warnt eine Gruppe internationaler Ökologen und Wirtschaftsexperten. Und weiter:" Wenn die Menschheit ihre Methoden zum Artenschutz nicht grundlegend verändert, wird dies das letzte Jahrhundert mit wild gefangenem Fisch sein!"

Vielleicht denken auch Sie ein wenig darüber nach und bestellen anlässlich eines Urlaubes in einem unserer südlichen Nachbarländer an Stelle eines „fragwürdigen Fischgerichts“ doch lieber eine „Pasta“,

meint herzlichst
Ihr
Günther Mayrhofer

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